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Planspiel der FOS Wirtschaft

Erlebnisbericht eines Schülers

Vom 18. bis 23. Januar hatten wir – die Klasse 12 der Fachoberschule Wirtschaft - das Vergnügen, beim diesjährigen Planspiel mitzumischen. Das Planspiel ist eine Methode, um die komplexen Bereiche der Betriebswirtschaft im möglichst realen Zusammenspiel kennenzulernen.

In der Klasse wurden hierzu acht imaginäre Kleinunternehmen gegründet, die alle im Konkurrenzkampf gegeneinander antraten. Das Ziel bestand darin, den höchsten Gewinn und den besten Unternehmergeist innerhalb einer Woche zu erreichen bzw. zu entwickeln. Eine tolle Gelegenheit seine „Geschäftsführereigenschaften“ unter Beweis zu stellen. Uns wurden Computer bereitgestellt, um unsere wirtschaftlichen Planzahlen in einer Excel-Tabelle einzutragen. Am Ende eines jeden Geschäftsjahres wurden die Daten durch das System ausgewertet - unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Einflüssen, wie Inflation oder Gesamtnachfrage, aber auch den Zahlen der Konkurrenten.

Tag1
Am ersten Tag musste zunächst der Grundstein für unsere unternehmerische Tätigkeit gelegt werden, wie z.B. einen Namen für den Betrieb zu finden. Dabei war sehr viel Kreativität gefragt, da die Konkurrenz natürlich auch keine schlechten Ideen hatte. Desweiteren wurde ein Businessplan erstellt, in dem grundlegende Strategien für unser Unternehmen verschriftlicht wurden. Hierzu zählte z.B. welche Qualität wir uns als Standard setzen oder wie wir unser Unternehmen finanzieren wollen.
Nachdem wir diese grundlegenden Aufgaben erledigt hatten, ging es jetzt um das Eingemachte. Wir planten nun unser erstes Geschäftsjahr. Dabei kamen z.B. folgende Fragen auf: ,,Wie viel produzieren wir?´´und ,,Wie viel investieren wir für Werbung?`` Dies waren für uns zwei wichtige Punkte, da wir ja „neu auf dem Markt waren“.

Tag 2
Am nächsten Morgen wurden die Ergebnisse des 1. Geschäftsjahres bekannt gegeben und zum Glück hatten wir mit unserem Unternehmen durch gute Planung und richtiger Investition in die Werbung relativ gut abgeschnitten. Eine schöne Geste gab es von unserer Lehrerin: die Gewinner des Geschäftsjahres bekamen eine Rose verliehen, die Verlierer dagegen erhielten einen kleinen Kaktus. Nun erstellten alle Kleinunternehmen ein geeignetes Logo, passend zum jeweiligen Unternehmen. Hierbei kannte die Kreativität keine Grenzen und es kamen wirklich richtige künstlerische Meisterwerke dabei raus. Und wie schon am Vortag mussten wir am Ende wieder unser Geschäftsjahr durchplanen und weitere Aspekte, wie zum Beispiel Weiterbildung der Mitarbeiter im Bereich der Produktion, beachten.

ZoomTag 3
Das dritte Geschäftsjahr war nach unserem Ermessen ein wenig suboptimal verlaufen, da uns kleine Fehler in der Planung für das zweite Geschäftsjahr unterlaufen waren. Allerdings alles noch im Bereich des Ertragbaren! Am dritten Tag mussten wir Flyer für unsere Unternehmen erstellen. Dabei sollte beachtet werden, dass die Flyer möglich real wirkten. Impressum, Bilder, Produktpalette etc. sollten natürlich nicht im Flyer fehlen. Nach dem Entwurf des Flyers widmeten wir uns wieder der Planung für das Geschäftsjahr Nummer 3. Wir gaben unser Bestes, um im nächsten Jahr im positiven Bereich zu landen. Allerdings musste dies alles ohne Computer erfolgen – Technik lief nicht an diesem Tag.


Tag 4
Am letzten Tag des Planspieles bekamen wir zunächst alle die Ergebnisse des Geschäftsjahres Nummer 3 mitgeteilt. Und welch‘ ein Wunder: auch ohne die Hilfe des Computers waren die Ergebnisse fast aller Kleinunternehmen positiv ausgefallen.
Darüber hinaus wurden für den nächsten Tag erste Vorbereitungen für eine Pressekonferenz getroffen, um dort die Unternehmenszahlen zu veröffentlichen und sein Betriebsgeheimnis der Öffentlichkeit (Klasse) darzulegen. Endspurt in der Planung des 4. Geschäftsjahres: Jeder, der jetzt noch nicht von den roten Zahlen weg war, hatte die letzte Chance nochmal das Ruder rum zu reißen und schwarze Zahlen zu schreiben.

Tag 5
Das letzte Geschäftsjahr war nun auch abgeschlossen und für unseren Kleinbetrieb waren die 4 Jahre sehr gut verlaufen. Bis auf einmal rote Zahlen im Geschäftsjahr Nummer 2, konnten wir für unsere Firma viele schwarze Zahlen im teilweise 6 stelligen Bereich verbuchen. Die Pressekonferenz – bei der ein echter Vertreter der Presse anwesend war - verlief ohne Zwischenfälle und wir konnten auf alle Fragen souverän antworten.

Fazit
Im Endeffekt eine sehr spaßige Woche, welche einen schönen Einblick in das „Leben“ einer GmbH gewährt und einem zeigt, ob man Unternehmerfähigkeiten besitzt.
Das Programm / Spiel ist sehr empfehlenswert und hat einen großen Lern- und Spaßeffekt.
 

 

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