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Max-Eyth-Schüler sind Preisträger des Wettbewerbs "Wir sind Vielfalt"

"Die Geschichte des Anderen" lautete das diesjährige Thema des Wettbewerbs "Wir sind Vielfalt", der jährlich ausgetragen wird. "Ziel war die aktive Beschäftigung mit dem Gegenüber, von dessen markanter Vergangenheit wir etwas lernen können", sagt Ismail Gencyigit, ehrenamtlicher Projektleiter des Wettbewerbs und Lehrer an der Max-Eyth-Schule.

"Das persönliche Interesse und die Anteilnahme an der Geschichte des Anderen soll dazu dienen, dass Vorurteilen entgegengewirkt, Missverständnisse aus dem Weg geräumt und das Empathievermögen ausgebaut wird," so Gencyigit.

Der Wettbewerb unter dem Titel "Wir sind Vielfalt" richtet sich an SchülerInnen und Jugendliche. Er wird jährlich ausgetragen. Die Wettbewerbsreihe zielt darauf ab, sowohl das pluralistische Verständnis als auch das Gemeinsame in der Gesellschaft weiter zu fördern. Eine bundesweite Beteiligung ist möglich, wobei der Fokus auf Rheinland-Pfalz und Hessen liegt.

Der Wettbewerb wird vom Akademischen Bildungs Centrum e.V. Mainz (kurz ABC e.V.), die 1997 als gemeinnütziger, d.h. nicht gewinnorientierter Verein, gegründet wurde und sich seither in der Bildungsarbeit von Jugendlichen engagiert, veranstaltet. Seit 2009 ist der Verein freier Träger der Jugendhilfe der Stadt Mainz.

Schirmherr des Wettbewerbs ist Markus Müller, Intendant des Staatstheaters in Mainz, Kooperationspartner sind der Mainz 05 und sowie der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen RLP Matthias Rösch. Gefördert wird der Wettbewerb durch die Stiftung der Sparda Bank Südwest eG sowie der Fraport AG.

Zoom In diesem Jahr wurden 90 Beiträge eingereicht, an denen sich insgesamt 713 Schüler beteiligt haben. Die Beiträge wurden in vielfältigen Formen wie Texte, Bilder, Audiodateien, Videos, Plakate und Theaterstücke verfasst. Themen wie die Geschichte von Flüchtlingen, von Menschen mit Behinderung, von Homo- und Transsexuellen oder von Mobbing- oder Rassismusopfern wurde in Form von Texten, Musikstücken, Collagen und Videos bearbeitet und die Bedeutung der Vielfalt betont.

Dieses Jahr fand die öffentliche Ausstellung am 02.07.2016 statt. Die Werke wurden im Kleinen Haus des Staatstheaters in Mainz ausgestellt. Ca. 150 Schüler sind an diesem Tag angereist um ihre Werke zu präsentieren. Von der Max-Eyth-Schule gab es drei Anmeldungen. Alle drei Beiträge nahmen an der Ausstellung teil.

Die Preisverleihung, zu der schließlich die diesjährigen Gewinner eingeladen wurden, fand am 9.7. ebenfalls im Staatstheater Mainz statt. Zwei der Beiträge der Max-Eyth-Schule erreichten in der Kategorie III (11.-13. Klasse) Platzierungen unter den besten Drei und wurden mit Preisgeldern belohnt.

Die Siegertrails sind unter folgendem Link abzurufen:

1. Siegertrailer: https://www.youtube.com/watch?v=Ccg8ePN2xLg

Projektbeschreibung:
Eine Kurzgeschichte aus der Sicht eines Transsexuellen Jungen, der wegen seiner Transsexuellität innerhalb seiner Familie und Schule mit Problemen und Mobbing zu kämpfen hat. Durch Aussagen seines Umfeldes zweifelt er an sich selbst, dochnoch lernt er sich selbst zu akzeptieren und schafft es schlussendlich als ER zu leben.
Illustrierte Kurzgeschichte von Marija Leichtling und Jacqueline Staab.
 

2. Siegertrailer: https://www.youtube.com/watch?v=DiT8R3tMX6o

Projektbeschreibung:
Das Video handelt von der Flucht eines jungen Mannes. Dieser flüchtet aufgrund von Krieg in seinem Land. Sein Zuhause ist zerstört und seine Existenz wurde ausgelöscht. Er beschließt zu fliehen, in ein Land, in dem er in Frieden leben kann.
So macht er sich auf und erlebt verschiedenste Etappen auf seiner Flucht. Er fährt per Anhalter, klettert über Grenzzäune, schläft ohne ein festes Dach überm Kopf und überquert das Meer. Das alles tut er in ständiger Angst, festgenommen, abgeschoben und abgelehnt zu werden! Schließlich erreicht er das gelobte Land, in dem Frieden herrscht und er sich ein besseres Leben erhofft. Doch enspricht dieses Land wirklich seinen Hoffnungen?
Das Video soll dem Betrachter den Weg eines Flüchtlings nahe bringen und zeigen, was dieser, bis er bei uns ankommt, erlebt hat. Wir sollten uns im Klaren sein, dass die meisten Flüchtlinge weitaus schlimmere Dinge erlebt haben, als wir sie jemals erleben werden. Krieg, Terror, Verfolgung, Todesgefahr, Hunger, Armut, Vergewaltigung und Angst sind die ständigen Begleiter dieser Menschen und werden es, zumindestens im Kopf, noch weiterhin sein.
Wir, die im "gelobten Land", mit Aussicht auf Frieden und Sicherheit leben, sollten diese Menschen nicht enttäuschen und sie Teil haben lassen an dem Segen in unserem Land, den wir jeden Tag erfahren.
We are writing history right now! - Video von Ebrahimzadeh Youssef

Weitere Informationen finden sich auf der Projekthomepage: www.wirsindvielfalt.de

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