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Vom Schüler zum Jungunternehmer innerhalb von einer Woche

Welcher Schüler, der kurz vor seinem Abschluss steht, träumt nicht davon eines Tages ein großes Unternehmen zu haben, sein eigener Boss zu sein und viel Geld zu verdienen ohne große Arbeit? Dass dies nicht immer so einfach ist, mussten die Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen der Fachoberschule Schwerpunkt „Wirtschaft und Verwaltung“ der Max-Eyth-Schule in Dreieich mit ihren Lehrern Monika Berkmann, Britta Metzger und Alexander Reibold am eigenen Leib erfahren. Eine Woche im Januar hatten die rund 60 Schülerinnen und Schüler in Gruppen im Rahmen eines Planspiels die Chance, ein virtuelles Unternehmen zu gründen und dieses erfolgreich durch vier Spieljahre zu steuern.

Das computerunterstützte Planspiel „EcoStartup“ wurde von der Ernst Schmidheiny Stiftung, Schweiz, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaftspädagogik der Uni St. Gallen entwickelt. Seit dem Schuljahr 2013/2014 setzt die Max-Eyth-Schule unter der Leitung der Lehrerin Petra Hillmer das Planspiel als einzige Schule in Hessen ein. „Mit großem Erfolg“, wie Hillmer berichtet. Denn ab Mitte Mai dieses Jahres werden neue Runden des Planspiels bei weiteren Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des Unterrichts durchgeführt werden.

Zoom Zu Beginn der neuen Planspielrunde musste die Unternehmensidee von den Schülerinnen und Schülern in einem Businessplan beschrieben werden. Danach hieß es täglich aufs Neue durch eine geschickte Preispolitik, den Einsatz von Werbung, Entscheidungen zur Bezahlung der Mitarbeiter usw. erfolgreicher als die anderen Unternehmen abzuschneiden. Zusätzlich mussten sich die Jungunternehmer bei der Entwicklung von einem eigenen Logo, einem Flyer bis hin zur Pressekonferenz unter Beweis stellen. Am Schluss hieß es dann „Rose oder Kaktus?!“ Wie im wahren Leben wurden auch hier Erfolg oder Misserfolg der Geschäftsidee bewertet.

Was haben die Schülerinnen und Schüler aus dem Planspiel gelernt und würden sie zukünftigen Jungunternehmern raten? „Die ersten Jahre sind zwar hart, dennoch sollte man nicht verzweifeln und sein Ziel immer vor Augen haben. Dieses Ziel erreicht man durch Teamwork, Fleiß, Ausdauervermögen und ein klein wenig Glück schadet dabei natürlich auch nicht“, konnten die Beteiligten nach Durchführung des Planspiels als gemeinsames Fazit ziehen.

Und wer weiß, vielleicht haben einige Schülerinnen oder Schüler sogar den Entschluss gefasst, ein eigenes Unternehmen nach der Schule oder dem Studium zu gründen und vielleicht werden wir über diese Jungunternehmer in Zukunft weiter berichten. Die Zukunft ist offen 

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