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Brennstoffzellenfahrzeug an der Max-Eyth-Schule

Wenn aus dem Auspuff Wasser kommt - Konkurrenz für Elektro- und Hybridfahrzeuge

Zoom Für die Ausbildung seiner Kfz-Mechatroniker hat Lehrer Jörg Franke an der Max-Eyth-Schule in Dreieich immer wieder neue Ideen. "Um die Ausbildung möglichst abwechslungsreich und praxisnah zu gestalten, ist es ein enormer Gewinn, dass wir als Schule über so tolle Partnerschaften zu Autokonzernen verfügen. Im letzten Jahr konnten sich die Schüler an einem Elektrofahrzeug weiterbilden – in diesem Jahr stellt uns die Firma Hyundai für zwei Tage ein Brennstoffzellenfahrzeug für Praxisübungszwecke zur Verfügung. Bei der Klasse handelt es sich um die Kfz-Mechatroniker im 3. Ausbildungsjahr. Sie verfügen schon über ein enormes theoretisches Wissen und freuen sich auf das Anschauungsobjekt."

In einer Brennstoffzelle entsteht durch die Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff (H2) Strom. Das einzige Abfallprodukt dieser Reaktion ist Wasserdampf. In Brennstoffzellenfahrzeugen, wie sie derzeit von mehreren Autoherstellern getestet werden, sorgt ein Elektromotor für Vortrieb. Der für den Betrieb des E-Motors benötigte Strom kann dank der Brennstoffzelle an Bord erzeugt werden, es bedarf also keiner Ladestationen. Dadurch soll die Reichweite an die von aktuellen Benzinmotoren heranreichen.

Zoom Brennstoffzellen-Autos eignen sich daher im Gegensatz zu reinen Elektroautos auch für Langstrecken, sofern ausreichend Wasserstoff an Bord ist. Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sind bislang ein Nischenprodukt. Doch vieles weist darauf hin, dass sie in Zukunft neben den herkömmlichen sogenannten "batterieelektrischen" Elektroautos eine entscheidende Rolle spielen könnten.

"Gerade vor diesem Hintergrund ist es für unsere Schüler sehr interessant, die Technik in solch einem Gefährt mal in der Realität zu untersuchen", sagt Franke abschließend. "Die Schüler sind immer begeistert, wenn sie die erlernte Theorie in der Praxis anwenden und sich mit ihrem Wissen an einem Auto austoben können."
 

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