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Politik mal anders... Max-Eyth-Schüler als "Abgeordnete" im Hessischen Landtag

Am Mittwoch, den 8. November 2017 besuchten die 94 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums der Max-Eyth-Schule Dreieich mit ihren Lehrkräften des Unterrichtsfachs "Politik und Wirtschaft" Annette Aouragh, Monika Berkmann, Daniela Gerz, Katja Justen, Astrid Sander und Torsten Schäfer den Hessischen Landtag in Wiesbaden, um an dem Planspiel "Wir sind Abgeordnete" teilzunehmen. Zur Vorbereitung auf das Planspiel hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit der Struktur und den Aufgaben des Hessischen Landtags auseinandergesetzt. Die Theorie war klar, nur ein Bild von der Praxis wollte sich bei den Lernenden noch nicht so recht einstellen. Dementsprechend unterschiedlich waren die Erwartungen an den Tag. Im Nachgang gaben einige Schülerinnen und Schüler zu: "Ich habe einen sehr langweiligen Tag befürchtet...". Doch von Langweile war von Beginn an keine Spur.

Begrüßung im LandtagZoomBegrüßung im Landtag Nach einer kurzen Begrüßung durch die Organisatoren wurden die angehenden "Abgeordneten" fünf Spielfraktionen zugeteilt, die den realen politischen Gegebenheiten im Landtag nachempfunden waren. Den Fraktionen der Konservativen, der Arbeitnehmerpartei, der Ökologischen Partei, der Sozialistischen Partei oder der Freiheitspartei zugeordnet, betraten die Schülerinnen und Schüler den Plenarsaal des Hessischen Landtags und durften die Plätze der Abgeordneten einnehmen. Weitere Funktionen, wie z. B. die des Landtagspräsidenten und des Ministerpräsidenten, wurden ebenfalls besetzt und Ausschüsse, wie der Umweltausschuss, der Schulausschuss und der Innenausschuss, gebildet.

Bevor die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Arbeit loslegten, durften sie reale Abgeordnete des Hessischen Landtags zu ihrem politischen Alltag befragen. Dabei interessierte es die Schülerinnen und SchülerSchülerinnen und Schüler als AbgeordneteZoomSchülerinnen und Schüler als Abgeordnete vor allem zu erfahren, auf welche Weise man eine politische Laufbahn einschlagen kann und wie die Abgeordneten persönlich mit Meinungsschwierigkeiten zwischen Kollegen umgehen. Im Anschluss hieran wurde eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten des Landtags durchgeführt und erste Rhetorikübungen absolviert, um die Angst vor der Rede am Rednerpult zu verlieren.

Danach fiel der Startschuss für die Abgeordnetenarbeit. In Fraktionssitzungen und Ausschusssitzungen, die über den Tag verteilt standfanden, wurde heftig und kontrovers über aktuelle Themen wie den Ausbau von erneuerbaren Energien, Jugendschutz, Wahlen und die Schulpolitik diskutiert und an einer überzeugenden Argumentation gefeilt. Die Fraktionen erarbeiteten Anträge und stellten sie in den Plenarsitzungen vor. Wie auch im echten Leben stießen diese nur zum Teil auf Zustimmung. Mit Stolz beobachteten die Lehrkräfte wie ihre Schülerinnen und Schüler in ihrer Rolle als Abgeordnete aufgingen und am Rednerpult über sich hinaus wuchsen.

Die unterrichtenden Lehrkräfte waren sich einig, dass dieser Tag die politische Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler enorm gefördert hat. Torsten Schäfer, Fachbereichsleiter des Fachbereichs "Politik und Wirtschaft" des Beruflichen Gymnasiums an der Max-Eyth-Schule ergänzt: "Veranstaltungen wie diese sind für unsere Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernen sehr wichtig. Der heutige Tag hat die Lerngruppe außerdem nicht nur fachlich, sondern auch auf persönlicher Ebene bereichert." Trotz vorangeschrittener Uhrzeit waren alle Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Veranstaltung konzentriert bei der Sache. Dass der Tag die Schülerinnen und Schüler gefordert hatte, war an der äußerst ruhigen Rückfahrt im Bus deutlich spürbar. "Der Tag war echt anstrengend, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Tag so spannend sein würde. War auch toll, dass alle mitgemacht haben." Mit diesem Resümee einer Schülerin fand der Planspieltag für alle Beteiligen ein rundes Ende

 

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