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Max-Eyth-Schule intensiviert internationales Engagement und erhält EU-Förderung

Die Max-Eyth-Schule in Dreieich intensiviert ihre Kooperationen in verschiedenen Bereichen mit Partnerschulen in Spanien. "Spanisch steht in ihrer Bedeutung als Fremdsprache gleich hinter Englisch. Und viele unserer Schüler wählen die Sprache gerne, weil sie "in" ist", sagt Andreas Gaul, Lehrer an der Max-Eyth-Schule (MES) und Koordinator für die Auslandsaustausche an der Schule.

"Wir sind sehr stolz darauf, dass kürzlich unser ERASMUS Plus Antrag genehmigt wurde und wir darüber eine EU-Förderung für ein interessantes Projekt bekommen", führt Gaul weiter aus. Bei diesem Projekt werden sechs Schüler des Berufsorientierungsjahres (BOJ) der Max-Eyth-Schule eine Statue für eine Schulpartnerschaft in Spanien bauen.

Für die unmittelbare Projektplanung werden die Auszubildenden der MES von den Berufspraxis-Lehrern der Bereiche Holz- und Metalltechnik unterstützt. Diese stellen das Projekt den Schülern vor und unterstützen die Schüler bei technischen Entwürfen und beim Bau von Modellen. Sie führen die Ideen der Entwürfe in einem Projekt zusammen.

Die Lehrer des allgemeinbildenden Bereichs unterstützen die Schüler dabei, ein Multimediaprojekt über die Max-Eyth-Schule sowie über ihr wirtschaftliches und soziales Umfeld zu erstellen. Ausgehend von der Multimediapräsentation der Partnerschule Instituto de Educacion Superior (IES) Francisco García Pavón setzen sie sich mit den historischen und soziopolitischen Realität der Schüler in der stark von Arbeitslosigkeit betroffenen aber historisch bedeutenden Region Castilla La Mancha auseinander.

Das Instituto de Educacion Superior (IES) Francisco García Pavón ist eine berufliche Schule in einem eher ruralen Umfeld der spanischen Region Castilla la Mancha. Mehr als die Hälfte der über 700 Schüler besuchen die Berufsschule mit den Zweigen Elektrotechnik und Automation, Pflege, Verwaltung, Haar- und Körperpflege, Handel, Karosseriebau und KFZ-Mechatronik.

Das Projekt "Brücke der Verständigung und Begegnung" zielt vornehmlich darauf ab, die Berufschancen von benachteiligten Jugendlichen im "Bildungsgang zur Berufsvorbereitung" der MES zu stärken. Zielgruppe sind Jugendliche, die trotz unseres regional starken Arbeitsmarktes keine Ausbildungsstelle im dualen System erhalten haben. Die in der Ausbildung erworbenen Qualifikationen nehmen Schwerpunkte und Grundlagen der Ausbildungsverordnung verschiedener Lehrberufe vorweg, sodass der Einstieg in eine erfolgreiche duale Ausbildung erleichtert wird.

Die Herstellung eines bedeutsamen Handlungsprodukts, das an der Partnerschule dauerhaft installiert wird, stärkt die positive Eigenwahrnehmung und das Vertrauen der Teilnehmer in die eigenen Fähigkeiten. Dazu trägt auch die Aufmerksamkeit durch Lokalpolitiker, die Schulleiter und die beiden Schulgemeinschaften bei. Zudem lernen die Teilnehmer vor Ort bei Betriebsbesichtigungen Details über die Abläufe in spanischen Betrieben und das Leben in den Gastfamilien kennen.

"Unsere Beziehungen zu Spanien sind schon länger sehr eng", sagt Gaul. Seit 2014 haben im Rahmen der Partnerschaft mit der damals neu etablierten Partnerschaft zweimal jährlich Schülergruppen der MES die IES Francisco García Pavón besucht.
So auch in diesem Jahr: Die Berufsschüler Anna Schrod und Benokan Seyhan sowie Michelle Tschur aus der 12. Klasse des Berulichen Gymnasiums der MES besuchten vom 15.3. bis zum 24.3.2018 mit Zwischenstopp in Madrid die Partnerschule in Tomelloso.

Der Gegenbesuch erfolgte vom 22.4. bis zum 28.4.20018. Vier Schüler aus Tomelloso besuchten die Max-Eyth-Schule und konnten nach bewährter Manier die deutschen Gepflogenheiten im Unterricht in verschiedenen Schulformen und in der Freizeit durch Ausflüge nach Darmstadt und Frankfurt erleben. Genauso wie beim Antrittsbesuch in Spanien waren die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien untergebracht.

Seit dem Jahr 2015 koordiniert die MES zudem für die spanischen Partner die Praktika spanischer Auszubildender der Bereiche KFZ, Karosseriebau, Pflege und Friseurhandwerk im Rahmen des EU-Programms ERASMUS Plus. Dazu gehört neben der Suche von und Kommunikation mit den Ausbildungsbetrieben die persönliche Betreuung der Auszubildenden und die Zertifizierung im Rahmen des Europasses.

Hierbei sind Gremien und verantwortliche Lehrkräfte der berufsspezifischen Teilbereiche der MES involviert. Als Ergebnis der Zusammenarbeit hat sich bereits ein festes Netzwerk von Firmen etabliert, in dem Praktika absolviert werden können. Bereits drei spanische Auszubildende habe bei diesen Firmen Gesellenverträge erhalten, was die Wirtschaftskraft unserer Unternehmen stärkt, die lokal unter einem starken Fachkräftemangel leiden.

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In der Werkstatt von Autohaus Göbel: Marius Creter (Angestellter), Javier Olmedo, Sergio Martínez (die 2 spanischen Praktikanten)

In diesem Jahr besuchten sechs spanische Schülerinnen und Schüler Betriebe in Dreieich und Umgebung: Sergio Martínez Reinosa und Javier Olmedo Heredia im Autohaus Autohaus Goebel in Dreieich-Götzenhain, Jesus López Gómez im Karrosserie- und Lackierzentrum Prennig in Dreieich, Laura Sevilla González und Sonia Campiña Martínez beim DRK Langen sowie Cosmina María Balint bei Haarstudio ML Maria Tedesco. Neben der Arbeit wurde für die Gäste wieder ein umfangreiches Freizeit- und Kulturangebot organisisert.

Abgerundet wurden die deutsch-spanischen Aktivitäten dieses Frühjahrs durch einen Besuch von Julio Olmedo, Lehrer der IES García Pavón in Tomelloso, der vom 22.4. bis zum 28.4.18 für Hospitationen und Fachgespräche mit Wirtschaftslehrern der Max-Eyth-Schule und mit weiteren Institutionen wie der ARGE und verschiedener Kammern nach Dreieich kam.

"Zusammenfassend haben wir bereits eine mehrjährige Erfahrung im Bereich Erasmus und Berufsbildung in verschiedenen Berufsbereichen. Nach mehrjährigem Einsatz ohne Förderung können wir nunmehr durch die EU Förderung besonders benachteiligten Berufseinsteigern eine berufliche und kulturelle Perspektiven im Rahmen des Projektes Brücke der Verständigung eröffnen", schließt Andreas Gaul.

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Gruppenfoto der Gäste des IES Francisco García Pavón mit Schulleiter Wolf Dieter Gäbert und Andreas Gaul von der Max-Eyth-Schule

Von links nach rechts: Mario Gatafoni, Wolf Dieter Gäbert, Stefan Kaltenhäuser, Arturo Olmedo, Óscar Martínez, Andreas Gaul, Amanda Chistiansen, Julio Olmedo

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